Pullover & Cardigans
Klassische Strickgarne für die Oberbekleidung – weich genug für hautnahes Tragen.
Superfine · Nadelstärke 3,5–5
Garne ansehenBabywolle
Ultrafeine Fasern – die zarteste Qualität für Babyhaut und Kleinkindkleidung.
Ultrafine · oft mit Bio-Zertifikat
Garne ansehenSockenwolle
Mit Polyamid-Anteil für extra Strapazierfähigkeit – die Klassiker zum Socken stricken.
Extrafine + Polyamid · 4-fädig
Garne ansehenTücher & Lace
Feine, lange Lauflängen für filigrane Tücher, Stolen und Lochmuster.
Extrafine · oft über 400 m/50 g
Garne ansehenPullover & Cardigans
Superfine · 17–19 μmKlassische Merino-Strickgarne in Standard-Lauflängen. Weich genug für hautnahes Tragen, robust genug für jeden Tag.
Babywolle
Ultrafine · unter 17 μmDie zarteste Merino-Qualität – speziell für empfindliche Babyhaut. Oft mit Bio-Zertifikat und besonders milden Pflegehinweisen.
Sockenwolle
Extrafine + Polyamid · 4-fädigMerino mit Polyamid-Anteil für maximale Strapazierfähigkeit – die Klassiker zum Socken-, Mützen- und Loop-Stricken.
Tücher & Lace
Extrafine · oft > 400 m/50 gFeine Merinogarne mit langer Lauflänge – für filigrane Tücher, Stolen und Lochmuster, die ihren typischen luftigen Fall behalten.
Welche Merino-Feinheit für welches Projekt?
Auf jedem Merino-Etikett steht eine Mikron-Angabe – oder eine Klassifizierung wie Superfine oder Extrafine. Was bedeutet das eigentlich? Die Mikron-Zahl beschreibt die Dicke einer einzelnen Wollfaser in Tausendstel Millimetern. Je niedriger der Wert, desto feiner und weicher die Wolle. Hier siehst du den direkten Vergleich.
So fein ist Merinowolle wirklich
Die vier Merino-Feinheitsklassen im Überblick
Ultrafine
unter 17 μm
Für: Babywolle, hautempfindlichste Träger, direkter Hautkontakt am ganzen Tag
Superfine
17–19 μm
Für: Hochwertige Pullover, Cardigans, Schals – die Premium-Klasse für Erwachsene
Extrafine
19–22 μm
Für: Allround-Strickgarne, Sockenwolle, Lace-Tücher – der goldene Mittelweg
Fine
22–24 μm
Für: Robuste Strickgarne, Jacken, Mützen – nicht für direkt hautnahes Tragen
Die einfache Faustregel
Als Mensch nehmen wir Fasern ab etwa 25 μm als kratzig wahr. Alles unter dieser Schwelle fühlt sich angenehm an – je niedriger der Wert, desto sanfter. Wenn dein Strickstück direkt auf der Haut getragen wird, wähle Superfine oder feiner. Bei Babykleidung immer Ultrafine – da zählt jedes Mikron.
Wie viel Merinowolle brauche ich?
Wähle dein Projekt und die Größe, gib die Lauflänge vom Knäueletikett ein – wir rechnen die Knäuelzahl aus.
1 · Projekt wählen
2 · Größe / Menge
3 · Meter pro Knäuel (steht auf dem Etikett)
Beispiele: Standard-Merino ca. 120 m/50 g · Sockenwolle ca. 210 m/50 g · Lace-Merino oft > 400 m/50 g
Dein Ergebnis
Merino richtig pflegen und bewusst kaufen
Merinowolle ist edel und langlebig – wenn sie richtig behandelt wird. Und sie ist ein Tierprodukt – das wirft Fragen auf, die wir hier ehrlich beantworten.
So bleibt dein Merino-Strickstück schön
Wäsche je nach Garn
Superwash-Merino verträgt 30 °C Wollwaschgang in der Maschine, klassische Merinowolle nur Handwäsche bei 30 °C. Das genaue Symbol steht auf jedem Knäueletikett.
Liegend trocknen
Auf einem Handtuch flach auslegen, in Form ziehen. Niemals aufhängen – das Strickstück verzieht sich durch das Eigengewicht.
Selten waschen, oft lüften
Merino ist von Natur aus geruchsneutralisierend. Über Nacht an die frische Luft hängen reicht meist – das schont die Faser und erhält die Form.
Liegend lagern
Im Schrank gefaltet, niemals auf Kleiderbügeln. Lavendelsäckchen oder Zedernholz schützen vor Motten.
Pilling vorsichtig entfernen
Knötchen mit einem Pilling-Kamm vorsichtig abnehmen, nicht abrasieren. Hochwertige Merino-Qualitäten pillen deutlich weniger als günstige Mischgarne.
Mildes Wollwaschmittel
Niemals Universalwaschmittel verwenden – die enthaltenen Enzyme greifen Wollfasern an. Spezielle Wollwaschmittel sind pH-neutral und enthalten Lanolin.
Superwash, filzfrei, unbehandelt – was ist der Unterschied?
Maschinenwaschbar gemacht
Bei Superwash wird die Schuppenstruktur der Faser chemisch entfernt oder mit einer Kunststoff-Beschichtung versiegelt. Dadurch filzt die Wolle nicht mehr und ist maschinenwaschbar.
Ideal für: Sockenwolle, Babykleidung, Alltagsstrickstücke
Sanftere Behandlung
"Filzfrei" oder "Anti-Filz" bezeichnet eine schonendere Behandlung als Superwash. Die Faser ist weniger versiegelt, dadurch atmungsaktiver – aber sensibler bei der Wäsche.
Ideal für: Pullover, Cardigans, hochwertige Strickmode
Naturbelassen
Unbehandelte Merinowolle hat ihre natürliche Schuppenstruktur – sie kann filzen, ist aber besonders weich und behält ihre vollen Naturfaser-Eigenschaften. Handwäsche ist Pflicht.
Ideal für: Lace-Tücher, Filzprojekte, hochwertige Stolen
Mulesing – was du wissen solltest
Mulesing ist ein umstrittenes Verfahren in der australischen Schafzucht, bei dem Hautfalten am Hinterteil von Lämmern entfernt werden, um Madenbefall zu verhindern. Viele europäische und neuseeländische Merinoproduzenten verzichten darauf vollständig – in Australien ist die Praxis dagegen noch verbreitet.
Eine eindeutige Kennzeichnung ist auf Handstrickgarnen leider nicht immer angegeben – auch nicht durchgängig in unserem Sortiment. Wir bemühen uns um Transparenz, können bei vielen Lieferanten die Herkunft aber nicht lückenlos garantieren.
Unsere Empfehlung: Wenn dir das Thema wichtig ist, achte direkt auf dem Knäuel auf folgende anerkannte Standards:
- RWS – Responsible Wool Standard Internationaler Standard für tierfreundliche Schafhaltung, mulesingfrei
- ZQ Merino Neuseeländisches Siegel – garantiert mulesingfreie Herkunft
- GOTS – Global Organic Textile Standard Bio-Standard inkl. tierschutzgerechter Haltung
- Hersteller-Eigenangabe Aufdruck wie "mulesingfrei" oder "non-mulesed" auf der Banderole
Ohne entsprechendes Siegel oder explizite Angabe ist die Herkunft unklar – das gilt für die meisten Strickgarne auf dem Markt, nicht nur für unser Sortiment.
Häufige Fragen zu Merinowolle
Antworten auf die häufigsten Fragen rund ums Stricken und Häkeln mit Merino.
Was bedeutet die Mikron-Angabe bei Merinowolle?
Die Mikron-Angabe beschreibt die Dicke einer einzelnen Wollfaser in Tausendstel Millimetern. Je niedriger der Wert, desto feiner und weicher die Wolle.
Merinowolle wird in vier Klassen eingeteilt:
Ultrafine (unter 17 μm) – für Babywolle und hautempfindlichste Träger
Superfine (17–19 μm) – hochwertige Pullover und Cardigans
Extrafine (19–22 μm) – Allrounder für Sockenwolle und Lace
Fine (22–24 μm) – robuste Strickstücke, nicht hautnah
Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist etwa 50 μm dick – Merino ist also weniger als halb so dick.
↑ Ausführlicher Mikron-Guide auf dieser SeiteKratzt Merinowolle auf der Haut?
Hochwertige Merinowolle kratzt praktisch nicht. Die menschliche Kratz-Schwelle liegt bei etwa 25 Mikrometer Faserdicke – Merino liegt mit 17–24 μm deutlich darunter.
Für direktes Tragen auf der Haut empfehlen wir Superfine (17–19 μm) oder feiner. Klassische Schurwolle ist mit 30–35 μm deutlich gröber und kann deshalb als kratzig empfunden werden.
Was ist der Unterschied zwischen Superwash und filzfreier Merinowolle?
Superwash-Merino wird chemisch behandelt oder mit Kunststoff versiegelt – die Wolle filzt nicht mehr und ist maschinenwaschbar (Wollwaschgang). Ideal für Sockenwolle und Babykleidung.
Filzfrei bezeichnet eine sanftere Behandlung – atmungsaktiver als Superwash, aber wäscheempfindlicher.
Unbehandelte Merinowolle ist naturbelassen, hat die volle Faserqualität, muss aber per Hand gewaschen werden und kann filzen.
Welche Merinowolle eignet sich für Babykleidung?
Für Babykleidung sollte die Merinowolle so fein wie möglich sein. Ultrafine-Qualität mit unter 17 μm ist die erste Wahl – besonders weich, kratzfrei und hautfreundlich.
Viele Hersteller bieten spezielle Babywolle an, oft mit Bio-Zertifikat. Zusätzlich empfehlen wir maschinenwaschbare Superwash-Ausrüstung – Babykleidung wird häufig gewaschen.
Welche Nadelstärke brauche ich für Merinowolle?
Die Nadelstärke richtet sich nach der Garnstärke und steht auf jedem Knäueletikett. Als Orientierung:
Klassische Merinowolle (ca. 120 m/50 g) → Nadelstärke 3,5–4,5
Sockenwolle (210 m/50 g) → 2,5–3
Lace-Merino (über 400 m/50 g) → 3–4
Eine Maschenprobe ist bei Merino besonders wichtig, da das Garn nach der ersten Wäsche etwas aufgehen kann.
Wie wasche ich Merinowolle richtig?
Das hängt vom Garn ab: Superwash-Merino verträgt den Wollwaschgang in der Maschine bei 30 °C. Klassische und unbehandelte Merinowolle muss per Hand bei 30 °C gewaschen werden – nicht reiben, nicht wringen, nur sanft drücken.
Verwende immer mildes Wollwaschmittel, niemals Universalwaschmittel. Anschließend liegend auf einem Handtuch trocknen lassen, niemals aufhängen oder in den Trockner.
Ist Merinowolle mulesingfrei?
Mulesing ist ein umstrittenes Verfahren in der australischen Schafzucht. Viele europäische und neuseeländische Produzenten verzichten darauf vollständig, in Australien ist die Praxis noch verbreitet.
Eine eindeutige Kennzeichnung ist auf Handstrickgarnen leider nicht immer angegeben – auch nicht durchgängig in unserem Sortiment. Wir setzen auf Transparenz: ohne entsprechendes Siegel oder explizite Herstellerangabe ist die Herkunft unklar.
Wenn dir das Thema wichtig ist, achte auf folgende Standards direkt auf dem Knäuel: RWS (Responsible Wool Standard), ZQ Merino, GOTS oder explizite Hersteller-Angaben wie "mulesingfrei".
Wie viele Knäuel Merinowolle brauche ich für einen Pullover?
Das hängt von Lauflänge und Pullover-Größe ab. Als Richtwert: Ein Pullover in Größe M benötigt etwa 720 Meter, ein Cardigan etwa 870 Meter.
Bei klassischer Merinowolle mit 120 m pro Knäuel sind das 6 bis 7 Knäuel für einen Pullover. Genauer rechnet unser Mengenrechner direkt auf dieser Seite.
↑ Mengenrechner auf dieser Seite nutzenKann Merinowolle in den Trockner?
Nein – auch maschinenwaschbares Superwash-Merino sollte nicht in den Trockner. Die Hitze und mechanische Belastung beschädigen die Faser dauerhaft.
Strickstücke aus Merinowolle immer liegend auf einem Handtuch trocknen lassen. Niemals aufhängen, da sich die Stücke durch das Eigengewicht des feuchten Garns verziehen würden.
Warum riecht Merinowolle nicht so schnell?
Merinowolle enthält natürliches Lanolin und hat eine Schuppenstruktur, die Geruchsmoleküle einschließt und teilweise neutralisiert. Außerdem nimmt sie Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab, ohne dass sich Bakterien festsetzen können – ähnlich wie bei Funktionskleidung.
Häufiges Lüften reicht meist statt zu waschen – das schont die Faser und erhält die Form deutlich länger.