Block-Muster & Co: Wie wechsele ich die Farben richtig?
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Blockmuster, Streifen und grafische Designs leben von klaren Farbflächen. Doch gerade beim Farbwechsel schleichen sich schnell kleine Unsauberkeiten ein: Stufen, Löcher oder unruhige Übergänge. Mit der richtigen Technik gelingt dir ein sauberes Strickbild – ganz ohne Stress.
Warum saubere Farbwechsel beim Stricken so wichtig sind
Beim Farbstricken treffen zwei Garnfäden aufeinander. Wird der neue Faden nicht korrekt geführt, entstehen:
- kleine Löcher am Übergang
- sichtbare Stufen
- verzogene Maschen
Gerade bei Blockmustern fällt das sofort auf, weil jede Linie klar definiert sein soll.
Die Grundregel beim Farbwechsel
Der wichtigste Punkt:
Der neue Faden wird immer unter dem alten aufgenommen.
So werden die Fäden miteinander „verkreuzt“ und der Übergang bleibt stabil. Diese Regel gilt unabhängig davon, ob du glatt rechts, kraus oder im Muster strickst.
Farbwechsel am Reihenanfang
Am Reihenanfang ist der Wechsel besonders einfach:
- Alten Faden locker hängen lassen
- Neuen Faden von unten aufnehmen
- Erste Masche mit dem neuen Faden stricken
- Darauf achten, nicht zu fest anzuziehen
Tipp: Ziehe den neuen Faden erst nach der zweiten Masche leicht an – so vermeidest du Spannungslöcher.
Farbwechsel innerhalb der Reihe (Blockmuster)
Hier ist etwas mehr Aufmerksamkeit gefragt:
- Lege den neuen Faden unter den alten
- Kreuze die Fäden auf der Rückseite sauber
- Stricke gleichmäßig weiter, ohne den Faden zu straffen
Wenn du größere Farbflächen strickst, solltest du die unbenutzte Farbe auf der Rückseite locker mitführen oder bei Bedarf neu ansetzen.
Reihenübergänge ohne sichtbare Stufen
Bei Blockmustern in Runden empfiehlt es sich:
- den Farbwechsel um eine Masche zu versetzen
- oder die erste Masche der Runde mit der alten Farbe zu heben
So entsteht ein ruhiger Übergang ohne harte Kante.
Typische Fehler – und wie du sie vermeidest
- Zu festes Anziehen: führt zu Löchern oder verzogenen Maschen
- Fäden nicht verkreuzen: erzeugt offene Übergänge
- Unruhige Fadenspannung: lässt das Muster ungleichmäßig wirken
Ein gleichmäßiger Rhythmus ist wichtiger als Tempo.
Tipp von Handarbeiten.de-Team:
Farbkombinationen aus Merino 120 EXP, die schön zusammenpassen:
Neutrale Kombination
2) Sanft & Elegant
3) Kontrast & Tiefe
-
Anthrazit + Petrol + Electric Blue
→ kräftige, harmonische Kontraste fürs Herbst-/Winterprojekt.
4) Herbstliche Töne
-
Terracotta + Gold + Safran
→ warme Farbstimmung, besonders schön für Schals und Mützen.
5) Natur & Grün
6) Klassisch & Strukturiert
7) Mut zur Farbe
Tipps zur Kombination der Farben beim Stricken & Häkeln
- Neutral + Akzent: Kombiniere einen neutralen Ton (z. B. Natur, Hellgrau) mit einer kräftigen Farbe für besondere Maschen oder Muster.
- Ton-in-Ton: Farben aus der gleichen Farbfamilie ergeben besonders harmonische Muster.
- Kontrast: Ein dunklerer Ton (Anthrazit, Schwarz) mit einer leuchtenden Farbe (Electric Blue, Fuchsia) erzeugt ein dynamisches Ergebnis.
Warum Merino 120 EXP so gut geht
- 100 % Schurwolle, weich, atmungsaktiv, maschinenwaschbar durch EXP-Ausrüstung.
- Lauflänge ca. 105 m auf 50 g mit Nadelstärke 4–5 mm – gut für viele Projektgrößen.
- Große Farbauswahl macht das Kombinieren leicht.
Fazit
Saubere Farbwechsel sind keine Zauberei. Mit etwas Aufmerksamkeit, ruhiger Fadenspannung und der richtigen Technik gelingen dir Blockmuster klar, ordentlich und professionell – egal ob bei Streifen, grafischen Designs oder modernen Colour-Block-Projekten.




















