Warum Naturfasern so atmungsaktiv sind
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– und welche Wolle wirklich kühlt, wärmt und trocken hält
Naturfasern sind die unangefochtenen Alleskönner, wenn es um Atmungsaktivität, Temperaturausgleich und Tragekomfort geht. Egal ob Merino, Alpaka, Baumwolle oder Leinen – jede Faser hat einzigartige Eigenschaften, die sie gegenüber Kunstfasern klar im Vorteil machen. Doch was macht Naturfasern eigentlich so außergewöhnlich atmungsaktiv?
Warum Naturfasern atmen – die Wissenschaft dahinter
Naturfasern besitzen einen komplexen, organischen Faseraufbau, der Feuchtigkeit aufnehmen, abgeben und gleichzeitig die Körpertemperatur regulieren kann. Im Gegensatz zu synthetischen Fasern, die Feuchtigkeit eher auf der Oberfläche stauen, leiten tierische Fasern wie Merino oder Alpaka Verdunstung aktiv weiter und halten die Haut trocken.
1. Merinowolle – die Heldin der Atmungsaktivität
Merino kann bis zu 30 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Die natürliche Kräuselung erzeugt feine Luftkammern, die für Wärmeregulierung sorgen.
Perfekt für: Pullover, Mützen, Babystrick, Socken und Outdoor-Strick.
Geeignete Garne:
ggh Samson, Austermann Merino 105, GOTS Step Merino 4 EXP Color
2. Alpakawolle – leicht, isolierend und temperaturausgleichend
Die Faser ist innen hohl. Dadurch speichert Alpaka Wärme im Winter und wirkt gleichzeitig temperaturausgleichend.
Perfekt für: edle Pullover, Loops, Tücher, feine Accessoires.
Geeignete Garne:
ggh Baby Alpaka (100% Alpakawolle), Austermann Akina (Schurwolle mit Alpakawolle), Austermann Briana (Alpakawolle mit Baumwolle)
3. Baumwolle – atmungsaktiv, leicht und feuchtigkeitsregulierend
Baumwolle nimmt Feuchtigkeit gut auf und fühlt sich angenehm kühl an. Ideal für warme Tage und sensible Haut.
Perfekt für: Tops, Sommerpullis, Häkelprojekte, Home-Deko.
Geeignete Garne:
ggh Tavira, Austermann GOTS Ecopure, Schoeller + Stahl Limone
4. Leinen – König der Sommerfasern
Leinen ist die kühlste Naturfaser überhaupt. Es transportiert Feuchtigkeit ultraschnell und wirkt antibakteriell.
Perfekt für: Sommertops, Shirts, leichte Strickjacken.
Geeignete Garne:
Austermann Coolen Linen (Leinen mit Baumwolle und Viskose), ggh Linova (Baumwolle mit Leinen), Austermann Cornwall Linen (Schurwolle mit Leinen)
5. Mischgarne – clevere Kombinationen mit Mehrwert
Viele moderne Fasern kombinieren Baumwolle, Alpaka oder Merino, um das Beste aus allen Welten zu verbinden: leichte Atmungsaktivität, Stabilität, weniger Pilling, klares Maschenbild.
Beispiele:
Austermann Akina (Merino + Alpaka), Austermann Svea (Baumwolle + Baby Alpaka)
Fazit: Naturfasern schlagen synthetische Fasern in jeder Kategorie
Wer trockene Haut, angenehme Wärme, Kühlung bei Bewegung und maximalen Tragekomfort sucht, ist mit Naturfasern unschlagbar ausgestattet. Ob sportlich aktiv, im Alltag, beim Winterspaziergang oder beim Stricken von Babyteilen – Naturfasern regulieren, schützen und begleiten das ganze Jahr.